Was ist Judo ?

Judo ist ein idealer Sport für jedermann, gleich welchen Geschlechts oder welcher Körperkonstitution man ist. Auch das Körpermaß spielt hier keine Rolle. Ob groß oder klein, ob rundlich oder schlank – für jeden Körperbau gibt es genügend Techniken, aus denen man auswählen kann.

In spielerischen Vorformen kann Judo bereits den Allerjüngsten nahe gebracht werden, Aus dem natürlichen Drang zu raufen entwickelt sich ein regelgeleitetes Spiel.

Verantwortungsbewusstsein für den Partner, mit dem man trainiert, Disziplin, Konzentration, körperliche Ertüchtigung, Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen – das alles sind Aspekte dieses Sports, von denen nicht nur Kinder und Jugendliche profitieren.

Neue Techniken können immer nur mit dem Partner geübt werden, nie gegen dessen Widerstand. Von daher sind beide aufeinander angewiesen in dem gemeinsamen Bemühen um Erfolg.

Beim Judo muss nicht notwendigerweise derjenige gewinnen, der die größten Muskelpakete mit sich herumschleppt, denn entscheidend ist nicht die grobe Kraft, sondern die Fähigkeit die eigene Kraft optimal einzusetzen und die Kraft des anderen, für die eigenen Zwecke auszunützen.

Die Judotechniken unterteilt man grundsätzlich in zwei große Kategorien: in Stand- und Bodentechniken. Mit den Standtechniken soll der Gegner geworfen werden. Sollte der Wurf nicht perfekt sein, so dass der Kampf mit einem “Ippon” (Siegpunkt) endet, kann der Kampf auch am Boden durch Haltegriff, Armhebel oder Würgetechniken beendet werden.

Wie so vieles andere bezeichnen die Judoka auch ihre Trainingsstätte mit einem japanischen Namen: “Dojo” bedeutet wörtlich übersetzt >Ort zum Studium des Weges<. Die Judoka trainieren auf einer Matte, der so genannten “Tatami”, ebenfalls eine japanische Bezeichnung.

Der Judo-Anzug (Judogi) besteht aus einer weit geschnittenen, vorne offenen Jacke ohne Verschlüsse. Die Hose, ebenfalls weit geschnitten, damit man sich ungehindert bewegen kann, wird mit einem Band zusammengehalten. Auch hier gibt es, wegen der Verletzungsgefahr, keine Verschlüsse. Die Jacke wird mit einem Gürtel, dem “Obi” zusammengehalten.

Die Schüler tragen farbige Gürtel (Kyu – Grade). Doch ob ein Judoka einen gelben oder einen grünen Gürtel trägt hat nichts damit zu tun, dass dies vielleicht seine Lieblingsfarbe ist, vielmehr eine Art Leistungsnachweis. Der absolute Anfänger trägt einen weißen Gürtel. Wenn er den nächsten Gürtelgrad erreichen möchte, muss er eine >Gürtelprüfung< ablegen, bei der er zeigt, dass er bestimmte Griffe und Würfe erlernt hat und anzuwenden weiß. Dies gilt auch für alle anderen Gürtelgrade. Der braune Gürtel ist der letzte Schülergrad. Der schwarze Gürtel “Dan” ist der Meistergrad.

Die ersten male reicht ein Trainingsanzug und >Badelatschen< (für die Halle).

Wenn man sich dann ernsthaft für den Kampfsport interessiert, muss dieser durch einen Judogi ersetzt werden. (Kostenpunkt ca. 25,- Euro bis 50,- Euro)

Auf der Matte werden keine Schuhe getragen.