Toni Bader
Zutiefst bewegt hat uns die Nachricht, dass unser Nestor Toni Bader in der Nacht vom 3. auf den 4.9.2010 verstorben ist.
Sowohl in Deutschland als auch international war Toni Bader bereits zu Lebzeiten eine Judo-Legende. Der gebürtige Kölner gilt wie Emil Richard und Lothar Müller als ein Urgestein des Judo-Verbandes und des Dan-Kollegiums Schleswig-Holstein.
Jeder, der sich in der Judo-Welt auskennt, achtet Toni Bader als einen der ältesten und mit dem 8. Dan einen der am höchsten graduierten Judoka in der Bundesrepublik.
Er war einerseits mit Weltmeistern und Olympiasiegern befreundet hat sich andererseits aber auch unermüdlich und ausgesprochen rührend um den jüngsten Judo-Nachwuchs gekümmert.
Seine reichhaltige Erfahrung und seine realistischen Ratschläge wurden von den Funktionären von Landesebene bis hin zum DJB-Präsidium stets geschätzt.
Als einer der ersten Betreiber einer Judo-Schule im Kölner Raum hat Toni Bader zahllose Judoka ausgebildet. Darunter auch viele erfolgreiche Athleten wie zum Beispiel den Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio Wolfgang Hofmann.
Toni Bader lebte seit 1965 mit seiner Frau Elvira in Neumünster und hat als Judolehrer eine Vielzahl von Vereinen und Abteilungen in Schleswig-Holstein geprägt.
Als Prüfer bei Kyu- und Dan-Prüfungen hat er über Jahrzehnte die Qualität der Judotechnik gefördert.
Auch im Jahr 2009 hat er es - wie seit Jahrzehnten - nicht versäumt an der Judo-Sommerschule des deutschen Judo-Bundes mit Rat und Tat teilzunehmen.
Als Gründungs- und Ehrenmitglied des Judo Klub Kiel hat Toni Bader es sich noch im November des vergangenen Jahres nicht nehmen lassen – obwohl bereits geschwächt -, an der 45-Jahr-Feier des JKK teilzunehmen. Eindrucksvoll hat er auch hier die nachfolgenden Generationen gemahnt die Judo-Werte weiterhin zielstrebig zu verfolgen.
Wir werden ihn als Vorbild und große Persönlichkeit im Gedächtnis behalten.
Judoverband Schleswig-Holstein e.V.
Dan-Kollegium Schleswig-Holstein e.v.
Rudolf Mieth
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